Pimp DF V4 close to V5

Dank Tobias, im Forum mit Nickname „ToHo“ unterwegs, bekam ich wertvolle Hinweise, was an der Dragon Force V4, des weitern kurz DF V4, an klassenkonformen Änderungen vorgenommen werden sollten. Ich gebe hier mal mit geringfügigen redaktionellen Änderungen inhaltlich wieder, was er mir riet, und auch warum.
Auch wenn ich mich letztlich für eine DF V6 entschied, ich halte diese Tipps für diejenigen für wichtig , die eine DF V4 besitzen oder sich noch zulegen wollen. Deshalb dieser kleine Bericht.

Klemmschieber
Die kleinen Klemmschieber (engl. „Bowsies“) lassen sich am Teich (also in der Praxis) sehr sehr schlecht verschieben. Besonders bei Zeitdruck zwischen zwei Wettfahrten, bei Kälte, bei Regen usw.. Bei einem so kleinen Modellboot wie der DF 65 entscheiden zuweilen wohl Millimeter über einen sauberen Trimm und somit darüber, ob man mit den anderen Booten mithalten kann oder eben nicht.
Die kleinen Klemmschieber nerven einfach nur und schnell hat man um Zentimeter verstellt obwohl man nur einen Millimeter verstellen wollte. Also, die kleinen Klemmschieber gegen die größeren der DF V5/V6 tauschen.

Schothornbefestigung
Wenn Druck ins Segel kommt (z.B. durch eine Böe) dann zieht es die Segel bei der Schothornbefestigung mit Schnur  nach vorne. Dadurch wandert der Segeldruckpunkt und das Boot wird auf einmal Leegierig, obwohl es vorher neutral segelte. Das ist nervig beim Segeln! Da hilft nur eine Schothornbefestigung mit Haken aus dem Ersatzteilfundus der DF V5/V6.

Steuergestänge
Bei den DF V4 scheuert das Steuergestänge am RC-Kunststoffbrett. Dadurch kann der kleine Microservo das Ruder nicht immer sauber auf Schiffsmitte zurückstellen. Besonders nervig auf dem Vor dem Wind Kurs bei etwas mehr Wind. Erfahrene RC-Segler wissen was gemeint ist … Stichwort Geigen. Als Abhilfe dient ein sauber geführtes Steuergestänge.

Decksaugen (-ösen)
Müssen nachträglich mit Epoxy versiegelt werden. Sonst ist das Boot nicht dicht und es dringt Wasser ein. Ösen Stück für Stück einzeln ausdrehen, Schraubenloch vorsichtig mit Epoxy-Kleber füllen und Decksaugen vorsichtig wieder eindrehen.

Gewebesegel
Wenn die bei Regen häufiger nass werden, dann verziehen sie sich, der „Motor“ wird sclapper. Abhilfe: Foliensegel kaufen.

Segelringe (Vorliek Großsegel)
Die Dinger klemmen am Mast und lassen ein sauberes Umschlagen des Segels z.B. nach einer Wende nur selten zu. Abhilfe: Die neuen Segelringe der V5 nachrüsten.

Mitgelieferte Fernsteuerung
Die eingesteckten Senderknüppel der Joysway-Steuerung fallen regelmäßig während des Segelns ab. Dumme Sache bei einer Wettfahrt! Am besten die Fernsteuerung z.B. durch eine Flysky i6 ersetzen. Da hat man für 40 – 50 € schon was ordentliches.

Klebepatches
Die Öffnungen im Rumpf sind mit Klebepatches versiegelt. Nach zweimal aufgemacht kleben die Seriendinger nicht mehr und neue originale sind teuer.
Abhilfe: Plastikdeckel aus der DF-Tuningabteilung nachrüsten und dann mit billigem Elektrikerisolierband abkleben.

Was kosteten mich diese Umrüstungen?
(Preise bei z.B. Hobbydirekt)

  • Klemmschieber: ca. 2 € (10 Stk.)
  • Schothornhaken: ca. 10 € (10 Stk.)
  • Segelringe: ca. 6 € (10 Stk.)
  • Lukendeckel: ca. 10 € (2 Stk.)

Der Aufwand hält sich also mit rund 32 € in Grenzen.
Kommt jedoch ein neues Folien-Segel hinzu, muss man mit noch einmal rund 50 € rechnen. Wenn man die Anschaffung des Bootes dann noch dazu rechnet, bekommt man dafür eine insgesamt bessere DF V6, die all die o.g. Aufrüstungen bereits besitzt und eine erheblich bessere Fernsteuerung hat.
Bei einem Neukauf heißt die Empfehlung also eindeutig Dragon Force V6! Auch deshalb stieg ich dann doch noch auf die DF V6 um.

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