Flysky i6S – Meine neue 2,4 GHz-Funke!

Bis jetzt steuerte ich meine Boote mit einer Flysky i6 und bin nach wie vor äußerst zufrieden damit. Doch nach den ersten Regatten hatte ich das Gefühl, dass für den Fall der Fälle zwei Sender zu besitzen schon eine gute Idee wäre. Sicher ist schließlich sicher. Durch Zufall stieß ich bei Ebay auf ein Angebot für eine Flysky i6S, die nun die meine ist. Wie sich inzwischen heraus stellte, ein richtig guter Kauf!

Für meine nagelneue FS i6 hatte ich seinerzeit inklusive eines FS iA6 Empfängers bei Ebay gerade mal rund 35 € bezahlt. Ein absolut unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis.
Die angebotene FS i6S hatte der Verkäufer ausgepackt, kurz in Betrieb genommen und wieder eingepackt. Sie war also neuwertig. Ich konnte sie inklusive FS iA6B Empfänger für gerade einmal 40 € kaufen. Der FS iA6B ist übrigens leistungsfähiger als der FS iA6.

Es gibt einige Erfahrungsberichte zur FS i6S im Web. Die, die ich las, waren überaus positiv, die meisten fast überschwänglich, bezüglich Leistung und Umfang der Features des Gerätes – vor allem aber über seine Relation zum Preis.
Die ganzen technischen Daten kann man anderswo umfangreich nachlesen. Dieser kleine Bericht soll einfach nur meine ganz persönlichen, ersten Eindrücke wiedergeben.

Als ich das Gerät zum ersten mal in die Hand nahm war ich erstaunt, wie angenehm es sich anfühlte. Nach dem martialisch-kantigem Techno-Look der FS i6 nun ein abgerundetes, Colani-like-Design. Irgendwie sieht es schon etwas ungewöhnlich aus.
Die Seiten sind also ergonomisch abgerundet und liegen mit ihren flexiblen, grauen Griffpads sehr gut und sicher in den Händen. Besonders schwer ist das Teil auch nicht.
Der noch an der FS i6 vorhandene sperrigen Griff ist verschwunden, was ich als angenehm empfinde. Die darin befindliche Antenne hat man ins Gehäuse verlegt. Es gibt jedoch noch einen chic geformten, reinen Tragegriff auf der Rückseite des Senders.

Der nächst Punkt, der mir auffiel, ist die präzise Mechanik der Steuerknüppel. Sie sind butterweich und spielfrei zu bewegen, mit genau der richtigen Federspannung. Sie zu bedienen fühlt sich irgendwie „satt“ und geschmeidig an.
Dann stellte ich jedoch fest, dass bei meinem Gerät beide Knüppel selbst zentrierend sind. Das war nun absolut nicht gut, denn ich segle im Mode 2. Meint, über den linken Steuerknüppel bediene ich den Segel-Servo, und zwar ohne Selbstzentrierung. Wie ich feststellte, wird das Gerät in drei Ausführungen angeboten: Mit zwei selbst zentrierenden Steuerknüppeln, nur links selbst zentierend (Mode 1) oder nur rechts selbst zentrierend (Mode 2).
Hmmm … was also tun? Bei YouTube fand ich anschauliche Videos (eins und zwei), wie man das umbauen kann. Danach wusste ich dann auch, wofür das eigenartig gebogene Stückchen Federblech mit den zwei kleinen Schräubchen gedacht ist, das mit in der Originalverpackung lag. Flysky sieht diese Umbaumöglichkeit also ganz offiziell vor. Entsprechend dieser Anleitungen baute ich die Steuereinheit dann in nur einer halben Stunde ganz unproblematisch um. Nun funktionierte alles wie gewünscht.
Nur ein Tipp: Unbedingt die Kabel fotografieren, bevor man sie abzieht!

Das Highlight des Geräts ist m.E. jedoch seine Bedienung über den gut lesbaren Touchscreen. Sie erschloss sich mir für die von mir benötigten Funktionen – ca. 10 % des Funktionsumfangs – fast intuitiv.
Was darüber hinaus geht ist zum Teil aber schon recht komplex, mit einer großen Zahl an Einstellmöglichkeiten.
Hier beginnt die einzige wirkliche Crux für die, die diese Features nutzen wollen. Beiliegend war nämlich nur ein konsequent spartanische Kurzanleitung in Englisch. Im Web fand ich dann recht einfach die originale und ausführliche Anleitung, allerdings nur in Englisch. In Deutsch bisher Fehlanzeige. Bei den vielen Spezialbegriffen ein kleines Problem.

Ich baute provisorisch den Empfänger mit zwei Servos und einem Akku zusammen und machte das Binding. Alles funktionierte tadellos und die Servos ließen sich sehr feinfühlig verstellen. Dann mal Reverse und Endpunkte verändert. Auch alles gut. Insgesamt lassen sich 5 Boote abspeichern. Für mich genug.

Die Bedienung über den Touchscreen ist einfach nur klasse zu nennen! Wenn man im Startbildschirm auf das Werkzeug-Symbol tippt kommt man in die Einstellmenus. Die untergliedern sich in Funktionen und System. Hier die für mich wesentlichen Einstellungen:

Mein Fazit bis jetzt: Die FS i6S spielt im Vergleich zur FS i6 in einer komplett anderen Liga. Neu bekommt man sie schon für 50 bis 60 €. Bezüglich Leistungsfülle und Komfort ist das m.E. derzeit unschlagbar. Wie sich das neue Teil in der Praxis bewährt wird sich zeigen. Ich werde dann darüber berichten.
Mein Eindruck zunächst: Diese Fernsteuerung ist für Einsteiger, aber auch Fortgeschrittene absolut zu empfehlen!

Und für die Spezialisten: Wenn man beim Start beide Steuerknüppel unten links hält kommt man in ein verdecktes, wohl nicht offizielles Menu mit etlichen weiteren Möglichkeiten. Normal-User wie ich dürften die aber nicht benötigen.

Mehr umfangreiche, richtig brauchbare Infos zu dem Gerät gibt übrigens auf „Holger’s Hobbyblog„. Absolut zu empfehlen!

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