#18 Projekt Orion Edge 65 – Projektende & Bug-Fixes

Heute war Jungfernfahrt!
Was soll ich sagen? Ich bin begeistert!!! Das Boot läuft richtig klasse, nimmt sehr schnell Fahrt auf und wenn ich den Trimm mal optimal hatte rannte es förmlich und scheint mir absolut konkurrenzfähig zu sein. Alle Befürchtungen sind wie weggeblasen

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Leider gibts nur ein Bild und das auch noch an Land. Aber als das Boot auf dem Wasser war, hatte ich einfach zuviel zu tun. Fotografieren war da nicht drin.
Der Segeltrimm war noch grenzwertig und mein Probesegel auch nicht das beste. Der Mast befand sich in hinterster Stellung, was wohl eine leichte Luvgierigkeit mit sich brachte. Bei den Wenden war das Boot auch noch zu träge. Und für mich brachte das erstmalige Segeln mit Swing-Rigg gewisse Gewöhnungsnotwendigkeiten mit sich.
Egal, das Teil schwimmt erheblich besser als erhofft und das auch richtig schnell. Vor dem Wind neigt es nicht zum eintauchen. Ich muss ehrlich sagen, ich bin richtig erleichtert! Als der Kahn sich das erste mal schön überlegte und flott Fahrt aufnahm hätte ich vor Begeisterung ins Wasser springen können. Nun gut, jetzt geht es ans Feintuning und da braucht es schon noch einiges.
Ich hatte nur ein einziges Problem mit dem Boot: Die Schot hatte sich bis zum letzten Lauf in das Schot-Röhrchen gesägt und saß so fest, dass ich mich mit voll geöffnetem Segel gerade noch an Land schleichen konnte. Da werde ich noch was ändern müssen.
Als nächstes stehen ein richtiges A- und ein B-Segel für den Regattaeinsatz an, die ich aus Mylar-Folie kleben werde. Da werde ich alle Erkenntnisse aus dem Probesegelbau und der heutigen Regatta einfließen lassen.

Aber vorher möchte ich mich hier erst einmal bei allen Helfern, Unterstützern und Tippgebern im RG-65 Forum ganz, ganz doll bedanken. Ohne Euch hätte es sicher nicht so geklappt, wie es letztlich klappte. Einige möchte ich namentlich nennen:
allen voran natürlich: Roland K. – Schöpfer der Orion, danke für die tollen Pläne und auch für die mir überlassenen Teile
Uwe K. – der mir gerade am Anfang mit richtig guten Ratschlägen und Material zur Seite stand
Andy H. – für die Segelpläne und das tolle Ruder, das ich in Holz nachgebaut habe
Zanki – für die gedruckten Beschlagteile
Andreas – der dafür sorgte, dass ich „auf Draht“ blieb
Kuddel – für viele Tipps und den Hinweis auf das „Claudio Gadget“
EDH – für die hilfreichen Trimm-Tipps
Stetson – für die hilfreichen Lackiertipps
Auch allen anderen, die hier nicht genannt sind, gilt natürlich für jeden noch so kleinen Tipp mein Dank!

Das „Projekt Orion Edge 65“ ist damit abgeschlossen. Hin und wieder werde ich hier allerdings noch über Verbesserungen, Veränderungen an dem Boot berichten. Die werde ich dann diesem Post als „Edits“ anfügen.

Edit 05.05.2019 – Schotröhrchen repariert und verbessert

Die Schot hatte sich in das pultrudierte, also nicht gewickelte Schotröhrchen aus Carbon hineingefressen.
Von den Mitseglern auf der Regatta erhielt ich den Tipp, eine der kleinen Montagebuchsen, die meist den Servos beiliegen, in das Röhrchen zu setzen. Die erwiesen sich zwar als zu groß, aber eine der ähnlich aussehenden 2 mm Einschlagösen, die ich für meine Segel nutze, passte genau. Ich klebte sie mit Sekundenkleber ein und verstärkte das 4 mm Röhrchen mit einem Stückchen 6 mm Carbon-Rohr. Unter Deck war das nicht nötig, denn dort hatte ich ja unterhalb des Schotröhrchens zur Führung der Schot den Spitzenring einer Angel eingeklebt.

Edit 01.06.2019 – Reparatur Schotführung

Der kleine Angelring als Führung für die Schot unter dem Schotröhrchen hatte ich mit gut Epoxy auf den Rumpfboden geklebt. Bis jetzt hatte es auch gut funktioniert, aber ich hatte doch immer leichte Zweifel, ob das auf Dauer wirklich halten würde. Epoxy allein ist nämlich recht spröde.
Und tatsächlich, heute war es soweit. Bei gutem Wind auf dem Ratzeburger See reagierte die Orion plötzlich nicht mehr richtig und das lag daran, dass sich das Rigg nur noch halb dicht holen ließ. Bald war die Ursache gefunden: Die Schotführung war heraus gebrochen!
Zuhause habe ich den Ring zusammen mit dem anhaftenden Epoxyplacken dann wieder zunächst mit Sekundenkleber eingeklebt. Dieses mal laminierte ich jedoch einen Streifen 49er Glas über den Fuß des Ringes. Das sollte jetzt eigentlich halten.

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