Ständer für meine RG-65

Mein Bootsständer ist in dieser oder ähnlicher Form seit Ewigkeiten bei Modellseglern in Nutzung, zig-tausendfach bewährt und vor allem beim Segeln unentbehrlich. Er ist zudem preiswert und einfach nachzubauen. Dieser kleine Bericht ist vor allem als kleine Anregung für Neueinsteiger gedacht – für alle anderen ist er vermutlich kalter Kaffee.

Eins vorweg: Die angegebenen Maße sind meine persönlichen Maße. Mein Bootsständer sollte so klein und leicht wie möglich sein. Wer es anders mag, einfach entsprechende Zugaben für Höhe und/oder Länge machen und Gurte anpassen. Alles kein Problem. Zur meiner Materialliste:

  • 4 Beine, Leiste 580 x 20 x 10 mm,
  • 2 Längsstreben, Leiste 480 x 20 x 4 mm
  • 2 Längsstreben, Leiste 460 x 20 x 4 mm
  • 1 Achse, Rundstab, 500 x 10 mm
  • 2 Gurte für Bootsauflage 300 x 20 mm
  • 1 Schnur, ca. 600 mm
  • 2 Sicherungssplinte, Schweißdraht, 1 mm

Die benötigten Werkzeuge besitzt der normale Bootsbauer (vielleicht nicht unbedingt einen 10 mm Holzbohrer), wasserfesten Holzleim und einige Stifte oder Holzschrauben auch. Es kann also los gehen!

Zunächst sägte ich die Beine zurecht, schrägte obere und untere Enden entsprechend Abbildungen ab und entgratete alles mit Schleifpapier.

Dann band ich die Beine mit Tape fest zu einem Paket zusammen und bohrte (möglichst mittels Bohrständer) 150 mm vom oberen Ende durch alle Beine ein 10 mm Loch für die Achse. Sollte frei Hand gebohrt werde, die Beine von 1 – 4 numerieren und beim Ständerbau in dieser Folge verwenden: 1 – außen, 2 – innen, 3 – innen, 4 – außen.

Nun sägte ich die Längsstreben zurecht und entgratete sie. Sofern man sie mit den Beinen verschrauben möchte, macht es Sinn, jetzt an ihren Enden kleine Löcher vorzubohren, nach verwendeter Schraubenart ggf. mit Versenkungen. Ich verwendete später dünne Eisenstifte. Auch dafür bohrte ich kleine Löcher.

Die Gurte für die Bootsauflage fertigte ich aus 20 mm Gurtband. Für die Maße meine Längsstreben passend waren sie inklusive zweier 50 mm langer Endschlaufen 200 mm lang. Ich versiegelte die Schnittstellen mit einem Feuerzeug und nähte die Schlaufen mit der Nähmaschine (zur Not geht’s auch von Hand). Für die Auflagen kann man alles mögliche nehmen. Zur Not funktionieren auch verknotete, breite Schnürsenkel.

Die Gurte für die Bootsauflage. Oben Oberseite, unten Unterseite mit den Stößen der Schlaufen

Die Auflagen schob ich nun auf eine der langen Längsstreben und verleimte diese dann mit den oberen Enden zweier Beine. Die Leimstellen sicherte ich jeweils mit zwei Stiften. Die Streben müssen am oberen Ende abschließen und sich später außen befinden. Die Gurtstöße sollte später unterhalb der Auflage sein.
Das Gleiche wiederholte ich mit einer kurzen Längsstrebe. Nun waren beide Bauteile bereits mit den Auflagegurten verbunden.

Die montierten Auflagegurte. Oben erkennt man eine außen verleimte Längsstrebe, unten die zweite – ebenfalls außen. So passen Außen- und Innenteil beim Zusammenklappen perfekt ineinander

Nun verleimte ich die unteren Längsstreben mit jeweils ca. 50 mm Abstand zu den Beinenden. Zunächst wieder die lange an das entsprechende Bauteil, dann die kurze. Wichtig dabei ist, dass sich die Streben nun auf der entgegen gesetzten Seite der Beine befinden. So passen später die zusammen geklappten Teile des Ständers perfekt ineinander.

Jetzt stand die Montage der Achse an. Ich sägte sie zurecht, entgratete sie und bohrte 9 mm von den Enden zwei 1 mm Löcher für die Sicherungssplinte. Die Splinte sollte später parallel zu den Beinen montiert sein und so nicht stören. Ich legte beide Ständerteile ineinander und schob die Achse ein (Splintlöcher parallel zu den äußeren Beinen!). Dabei verleimte ich sie vorsichtig mit ganz wenig Leim mit den äußeren Beinen. Aufpassen, dass auf keinen Fall die innen liegenden Beine an die Achse geleimt werden!).

Die Splinte bog ich aus 1 mm Schweißdraht und setzte sie auch gleich ein. Sie dienen nur der Versicherung, falls sich die Leimstelle doch mal lösen sollte.

Nachdem der Leim getrocknet war, knotete ich noch die Fangschnur um die unteren Streben. Ich stellte sie so ein, dass meine Boote gut in den Auflagen liegen. Fertig!

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2 Antworten auf “Ständer für meine RG-65”

  1. – Fangschnur ist Unsinn,das machen die oberen Gurte, es muss eine Druckstrebe vorgesehen werden
    – Rundstabachse ist Unsinn, bei Wind kippt Boot samt Ständer um, das Boot kann nicht auspendeln

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